Die Entstehung

Von der Gitarre zum Orchester

Ein Gang durch eineinhalb Jahre: vom ersten Motiv unter den Fingern bis zur sinfonischen Fassung.

  1. 2025Januar – April
    Exponat I · Klassische Gitarre

    Into the woods

    Komponiert Januar bis April 2025 · veröffentlicht am 15. April 2025

    Diesmal ging Markus anders vor als sonst: Statt von Akkorden auszugehen, folgte er – inspiriert von Bach und Beethoven – der führenden Stimme, Linie für Linie. Der Titel erzählt von der Liebe zu den Bäumen, unseren stillen Freunden.

    „Bach meets Gitarre – ein kurzer Ausflug in die Welt der Polyphonie, auf meine eigene Weise. Wenn Bach Gitarre gespielt hätte – so könnte es vielleicht geklungen haben.“
    Gitarre im Wald – Into the woods
    Öffnet das Video auf Instagram.
  2. 2026April
    Exponat II · Orchester, Chor und Orgel

    Amave mera

    Für Orchester ausgearbeitet November 2025 bis April 2026 · Video vom 23. April 2026

    Markus' Partnerin Eva teilt die Liebe zu den Bäumen, und sie liebt klassische Musik. Das war der Anstoß, aus dem Gitarrenstück eine Fassung für Orchester zu entwickeln. Im Titel stecken die Buchstaben ihrer beider Vornamen. Die Orgel war das tragende Element.

    Amave mera – Kirchenraum mit Orgel
    Beim Abspielen wird eine Verbindung zu YouTube hergestellt.
  3. 202610. Oktober
    Exponat III · Die Ausgangslage

    Ein Gespräch beginnt

    Beginn der Zusammenarbeit am 10. Oktober 2026

    An diesem Tag kam die Orchesterfassung von Amave mera zu Claude – mit der Bitte um eine ehrliche Einschätzung, dazu um einen ruhigen Anfang und ein Ende. Der Befund: viele schöne Momente, aber noch Brüche; die Teile wirkten wie einzelne Stücke nebeneinander. Markus hatte das selbst schon so empfunden. Daraus entstand ein neuer Plan: das Stück aufbrechen und als ein Ganzes neu zusammensetzen.

  4. 2026Oktober
    Aus der Werkstatt

    Zwiegespräch

    Die sinfonische Fassung entstand nicht in einem Zug, sondern in vielen Runden zwischen Markus und Claude. Diese Momente haben sie geformt:

    1. Ein erster Versuch

      Ein neuer Anfang und ein neues Ende rund um das Original. Das Urteil: „Die Stil-Brüche sind mir teils zu krass. Es wirkt wie eine Zusammenstellung mehrerer unabhängiger Stücke.“ Also alles noch einmal, diesmal als ein einziges Stück.

    2. Die Brücke wird zur Leitlinie

      Eine Überleitung aus dem Original, deren Bass Halbton um Halbton steigt, kehrt viermal wieder – jedes Mal größer – und hält das Ganze zusammen.

    3. Die Orgel wartet

      Ursprünglich trug die Orgel alles. Jetzt schweigt sie lange und kehrt erst im Finale zurück.

    4. Die Moldau

      Beim Schreiben der Melodie dachte Markus an Smetanas „Moldau“. Die Oboe sollte das Thema deshalb nicht verzieren, sondern weitertragen wie einen Fluss – erst nach vielen Anläufen: „Ja, das ist voll gut geworden.“

    5. Ein Irrtum

      Eine Kritik-Runde ersetzte ausgerechnet die Orgelpassage, aus der das Stück einst entstanden war. „Der Orgel-Teil war eigentlich der initiale Stein.“ Sie kam zurück.

    6. Zu konstruiert

      Eine Episode in fis-Moll war kunstvoll, aber nicht eingängig. Sie wurde verworfen, das Stück blieb in seiner Tonart.

    7. Das Klavier atmet

      Das virtuose Solo war zu hektisch. Jetzt fließt es in Triolen und spielt mit den Tönen des Themas, neu zusammengesetzt.

  5. 2026Oktober
    Exponat IV · Sinfonische Dichtung

    a quattro mani

    Aufgebrochen und neu zusammengesetzt, mit einem roten Faden durch alle Stimmen. Zu vier Händen – zwei davon unsichtbar.

    Finale Fassung – Aufnahme folgt.

    Das ganze Stück mit Kapiteln hören →