Die Entstehung
Von der Gitarre zum Orchester
Ein Gang durch eineinhalb Jahre: vom ersten Motiv unter den Fingern bis zur sinfonischen Fassung.
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2025Januar – AprilExponat I · Klassische Gitarre
Into the woods
Diesmal ging Markus anders vor als sonst: Statt von Akkorden auszugehen, folgte er – inspiriert von Bach und Beethoven – der führenden Stimme, Linie für Linie. Der Titel erzählt von der Liebe zu den Bäumen, unseren stillen Freunden.
„Bach meets Gitarre – ein kurzer Ausflug in die Welt der Polyphonie, auf meine eigene Weise. Wenn Bach Gitarre gespielt hätte – so könnte es vielleicht geklungen haben.“
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2026AprilExponat II · Orchester, Chor und Orgel
Amave mera
Markus' Partnerin Eva teilt die Liebe zu den Bäumen, und sie liebt klassische Musik. Das war der Anstoß, aus dem Gitarrenstück eine Fassung für Orchester zu entwickeln. Im Titel stecken die Buchstaben ihrer beider Vornamen. Die Orgel war das tragende Element.

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202610. OktoberExponat III · Die Ausgangslage
Ein Gespräch beginnt
An diesem Tag kam die Orchesterfassung von Amave mera zu Claude – mit der Bitte um eine ehrliche Einschätzung, dazu um einen ruhigen Anfang und ein Ende. Der Befund: viele schöne Momente, aber noch Brüche; die Teile wirkten wie einzelne Stücke nebeneinander. Markus hatte das selbst schon so empfunden. Daraus entstand ein neuer Plan: das Stück aufbrechen und als ein Ganzes neu zusammensetzen.
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2026OktoberAus der Werkstatt
Zwiegespräch
Die sinfonische Fassung entstand nicht in einem Zug, sondern in vielen Runden zwischen Markus und Claude. Diese Momente haben sie geformt:
Ein erster Versuch
Ein neuer Anfang und ein neues Ende rund um das Original. Das Urteil: „Die Stil-Brüche sind mir teils zu krass. Es wirkt wie eine Zusammenstellung mehrerer unabhängiger Stücke.“ Also alles noch einmal, diesmal als ein einziges Stück.
Die Brücke wird zur Leitlinie
Eine Überleitung aus dem Original, deren Bass Halbton um Halbton steigt, kehrt viermal wieder – jedes Mal größer – und hält das Ganze zusammen.
Die Orgel wartet
Ursprünglich trug die Orgel alles. Jetzt schweigt sie lange und kehrt erst im Finale zurück.
Die Moldau
Beim Schreiben der Melodie dachte Markus an Smetanas „Moldau“. Die Oboe sollte das Thema deshalb nicht verzieren, sondern weitertragen wie einen Fluss – erst nach vielen Anläufen: „Ja, das ist voll gut geworden.“
Ein Irrtum
Eine Kritik-Runde ersetzte ausgerechnet die Orgelpassage, aus der das Stück einst entstanden war. „Der Orgel-Teil war eigentlich der initiale Stein.“ Sie kam zurück.
Zu konstruiert
Eine Episode in fis-Moll war kunstvoll, aber nicht eingängig. Sie wurde verworfen, das Stück blieb in seiner Tonart.
Das Klavier atmet
Das virtuose Solo war zu hektisch. Jetzt fließt es in Triolen und spielt mit den Tönen des Themas, neu zusammengesetzt.
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2026OktoberExponat IV · Sinfonische Dichtung
a quattro mani
Aufgebrochen und neu zusammengesetzt, mit einem roten Faden durch alle Stimmen. Zu vier Händen – zwei davon unsichtbar.
Finale Fassung – Aufnahme folgt.